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Paraffinöl als Imprägnierung von Küchenarbeitsbrettern

Küchenarbeitsbretter werden oftmals mit Speiseölen eingestrichen, um sie wasserabweisend zu imprägnieren.
Ein wesentlicher Nachteil der Verwendung von Speiseölen ist jedoch, daß diese durch die große Oberfläche des Arbeitsbrettes und dem damit verbundenen permanenten Kontakt mit Sauerstoff nach gewisser Zeit ranzig werden und dann einen ungewünschten Beigeruch und -geschmack erhalten.
Dieser kann sich bei Verwendung des Brettes auf die darauf liegenden Speisen übertragen.
Daher eignet sich hochgereinigtes dickflüssiges Paraffinöl (Paraffinum subliquidum, Art.-nr. 1.011.002) in Arzneibuchqualität besser zum Imprägnieren der Arbeitsbretter. Keinesfalls darf billiges, technisches, Paraffinöl verwendet werden.
Dickflüssiges Paraffinöl in Arzneibuchqualität ist frei von schädlichen Begleitstoffen. Paraffinöl ist völlig geschmacksneutral und kann aufgrund seiner chemischen Eigenschaft nicht ranzig werden.

Noch ein Hinweis zur Verwendung von Kunststoffschneidebrettern:
Vielfach werden statt Holzbrettern Kunststoff“bretter“ in der Küche verwendet in der Annahme, diese seien hygienischer.
Neuesten Untersuchungen zur Folge ist dies keineswegs so.
Der Vorteil der (unimprägnierten) Holzbretter liegt darin, daß Feuchtigkeit sehr schnell in das Innere des Brettes gezogen und damit Bakterien auf der Oberfläche des Brettes das lebensnotwendig benötigte Wasser entzogen wird. Zudem enthält Holz natürliche bakterien- und pilzhemmende Stoffe.
Kunststoffbretter hingegen besitzen diese Eigenschaft nicht. Die Oberfläche des Kunststoffbrettes ist, insbesondere nach längerem Gebrauch, uneben und besitzt mikroskopisch kleine Vertiefungen. In diesen Vertiefungen setzen sich Zucker- Stärke- und Wassermoleküle fest, die selbst nach dem Abwaschen mit Spülmittel und Abtrocknen nicht vollständig entfernt werden. Da der Kunststoff die Feuchtigkeit nicht in das Innere saugen kann und auch keine natürlichen bakterien- und pilzhemmenden Stoffe enthält, können sich in diesen mikroskopisch kleinen Vertiefungen Bakterien- und Pilzkulturen festsetzen.
Allerdings sollte dies alles nicht zu hoch bewertet werden.

© Sankt-Florian-Drogerie Inh. Michael Nierle