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Verwendung von Chromat als Beizmittel in der Pflanzenfärberei

Vielfach wird in der Literatur auf Chromat (Kaliumbichromat, Chromalaun, etc.) als Beizmittel in der Pflanzenfärberei verwiesen. Chromat ermöglicht besondere Farbvariationen, die mit Alaun- oder Eisenbeize nicht zu bewerkstelligen sind.

Wir raten im ökologischen und gesundheitlichen Sinne dringend von einer Chromatbeize ab!

Chromat besitzt ein erhebliches wassergefährdendes Potential. Bei Bakterien und Kleinlebewesen führt Chromat in der Regel zu erheblichen Schädigungen oder zum Tode, aber auch auf andere Lebewesen wirkt Chromat erheblich gefährdend. Chromat wird zudem kumuliert, sammelt sich also im Körper an und kann so über die Nahrungskette in den menschlichen Organismus gelangen und eventuell zu Spätfolgen führen.
Chromatabfälle sind Sondermüll und dürfen keinesfalls über das Abwasser entsorgt werden! Dies bedeutet, daß Sie Ihre Beizlösung, die Farblösung und das komplette Waschwasser der Sondermüllsammlung zuführen müssen. Bei mehreren Litern dürfte das zu erheblichen Problemen führen.
Zudem kann Chromat zu Kontaktallergien führen.

Einerseits ist es die Intention der Pflanzenfärberei, mit verträglichen Farbstoffen zu färben, auf der anderen Seite wird mit der Chromatbeize das Risiko einer Kontaktallergie verursacht. Beides widerspricht sich.

© Sankt-Florian-Drogerie Inh. Michael Nierle