Fachdrogerie St. Florian

Ihre traditionelle Fachdrogerie in Freising
Familiengeführte Tradition seit 1890

Hier finden Sie eine große Auswahl an Produkten der Naturkosmetik. Besuchen Sie unserer Fachdrogerie St. Florian in Freising oder unseren Onlineshop.

Unsere Adresse

Fachdrogerie St. Florian
Vöttinger Straße 2C
85354 Freising

Öffnungszeiten

Mo. - Fr.:08:30 - 12:30 Uhr
14:30 - 18:00 Uhr
Samstag: 09:00 - 12:00 Uhr

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Von ätherischen Ölen bis hin zu Tinkturen
Spezialitäten sind unsere Spezialität

Hier stellen wir von der St. Florian Drogerie in Freising Ihnen gut bewährte Hausrezepte zur Verfügung, damit Sie sich auch zu Hause mit unseren hochwertigen Kräutern, ätherischen Ölen und Chemikalien Ihre Wunschmittel zusammenstellen können.

Gerade ätherische Öle in Duftlampen helfen zu entspannen und das Wohlbefinden zu steigern.

Falls Ihnen die Herstellung zu kompliziert ist, können Sie selbstverständlich sämtliche ätherische Öle, Tinkturen und vieles mehr bei uns bestellen.

Fragen zu Themen wie ätherische Öle, Chemikalien und vielem mehr beantwortet unser Team von St. Florian Drogerie in Freising Ihnen gerne. Kontaktieren Sie uns einfach per Mail oder per Telefon. Oder besuchen Sie uns vor Ort in unserer St. Florian Drogerie in Freising.

Info 01: Problem des Nichtgrünwerdens von neu eingedeckten Kupferdächern

Bei neu eingedeckten Kupferdächern ergibt sich heutzutage im Allgemeinen das Problem, dass das blanke Kupfer schnell von einem braunschwarzen Überzug überdeckt wird und das Grünwerden sehr beeinträchtigt ist.
Die Ursache hierfür ist der in Abgasen, aber auch in Gärprozessen, emittierte Schwefelwasserstoff, der selbst in geringster Gaskonzentration mit Kupfer unter Bildung von braunschwarzem Kupfersulfid reagiert. Zudem wird diese Reaktion durch die in Industrieabgasen enthaltenen sauren Verbindungen, die die Bildung von basischen Kupfersulfat, CuSO4 x Cu(OH)2, begünstigt.

An der Küste kann salzhaltige Luft die Bildung von basischen Kupferchlorid, CuCl2 x 3Cu(OH)2, bedingen.

Die Bildung dieser Kupferverbindungen erfolgt schneller als die Bildung von grüner Edelpatina, die Grünspan genannt wird und basisches Kupfercarbonat, CuCO3 x Cu(OH)2, ist. Darüber hinaus bilden die schwarzen Kupferverbindungen einen relativ dichten Überzug, der die weitere Reaktion des Kupfers mit Sauerstoff zu Edelpatina erheblich verzögert.
Zur Unterstützung des Grünwerdens können wir Ihnen für kleinere Kupferflächen ein Verfahren auf chemischem Wege anbieten.
Wir bitten Sie, sich bei Interesse mit uns in Verbindung zu setzen.


Info 02: Entfernung von frischen Ölflecken von Teer- und Betonböden

Frische Ölflecken auf Teer- und Betonböden können wie folgt gemindert, beziehungsweise entfernt werden:
Magnesiumcarbonat (Magnesium carbonicum levissimum, leichtes basisches Magnesiumcarbonat, Art.-Nr. 1.012.009) wird mit Waschbenzin (Art.-Nr. 1.013.013) zu einer Paste angerührt und die Paste auf dem Fleck dick verstrichen.

Nach vollständiger Trocknung der Paste wird das zurückbleibende Pulver zusammengekehrt und über die Problemmüllsammlung entsorgt.

Bei Anwendung dieser Methode im Freien darf es nicht regnen oder winden, da die benzingetränkte Paste nicht mit Wasser oder Erdboden in Kontakt kommen darf.


Beachten Sie bitte, dass wir für den Erfolg des angebotenen Verfahrens keine Erfolgsgarantie übernehmen können.

Info 03: Herstellungsvorschrift für die Hydrolate aus eigener Produktion

1. Hydrolate aus eigener Herstellung

Diese Herstellungsvorschrift bezieht sich auf die SFD-Hydrolate

  • Holunderblütenwasser, Aqua Sambuci Art.-Nr. 1.010.022
  • Kamillenblütenwasser, Aqua Chamomillae Art.-Nr. 1.010.018
  • Starkes Lavendelwasser, Aqua Lavandulae forte Art.-Nr. 1.010.026
  • Melissenwasser, Aqua Melissae Art.-Nr. 1.010.021
  • Rosenwasser echt, Aqua Rosae verum Art.-Nr. 1.010.024
  • Rosmarinwasser, Aqua Rosmarini Art.-Nr. 1.010.023
  • Salbeiwasser, Aqua Salviae Art.-Nr. 1.010.025    
  • Ysopwasser, Aqua Hyssopii Art.-Nr. 1.010.019
  • Lavendelblütenwasser, Aqua Lavandulae floris Art.-Nr. 1.010.033

2. Zu verwendende Sorten und Pflanzenteile

   

  • Holunderblütenwasser: Sambuci flos (Sambucus nigra)
  • Kamillenblütenwasser: Chamomillae flos (Chamomilla recutita)    
  • Starkes Lavendelwasser: Lavandulae herba recent. (Lavandula angustifolia) 
  • Melissenwasser: Melissae herba recent. (Melissa officinalis)
  • Rosenwasser: Rosae flos recent. (Rosa damascena und andere)

     

  • Rosmarinwasser: Rosmarini herba recent. (Rosmarinus officinalis)    
  • Salbeiwasser: Salviae herba recent. (Salvia officinalis)
  • Ysopwasser: Hyssopii herba recent. (Hyssopus officinalis)
  • Lavendelblütenwasser: Lavandulae flos (Lavandula angustifolia)


3. Anforderungen an die Ausgangsstoffe

a) Bei Verwendung von frischen Pflanzenteilen

Betrifft: Starkes Lavendelblütenwasser, Melissenwasser, Rosenwasser, Rosmarinwasser, Salbeiwasser, Ysopwasser.

Nach Möglichkeit stammen die Pflanzen aus eigenen, ungespritzten Kulturen. Die geernteten Pflanzenteile müssen aus den oberen, frisch gewachsenen Bereichen der Pflanze stammen.

Sie müssen augenscheinlich frei von pilzlichen Erkrankungen sein, dürfen keinen Schädlingsbefall aufweisen und keine Anzeichen von Wassermangel zeigen.

b) Bei Verwendung getrockneter Pflanzenteile        

Betrifft: Holunderblütenwasser, Kamillenblütenwasser, Lavendelblütenwasser.

Die getrockneten Blüten stammen ausschließlich von zuverlässigen, uns bekannten Lieferanten


4. Vorbereitung des Destillationsgutes bei Verwendung von frischen Pflanzenteilen

Die frisch geernteten Pflanzenteile werden grob zerkleinert und anschließend sofort der Wasserdampfdestillation unterworfen.


5. Destillation

a) Destillationsverfahren
Wasserdampfdestillation.

b) Destillationsdurchführung
Die vorgeschriebene Menge an Pflanzenteilen wird der Destillation unterworfen, bis maximal 10 Teile Destillat übergangen sind.

c) Qualitätskontrolle während des Destillationsvorganges
Nach Übergang von 6 Teilen Destillat wird jeder weitere Teil geruchlich auf einen beginnenden malz-, bzw. heuartigen Beigeruch überprüft. Dieser malz-, bzw. heuartige Beigeruch ist das Anzeichen, dass das Destillationsgut hinsichtlich des ätherischen Öls vollständig erschöpft ist und bereits eine thermische Zersetzung der pflanzlichen Gerüststoffe einsetzt.

Beim ersten Anzeichen des Beigeruchs wird die Destillation abgebrochen und der letzte übergegangene Teil des Destillats verworfen. Allerdings wird spätestens nach 10 Teilen Destillat die Destillation beendet, da der Anteil des mit übergehenden ätherischen Öls dann so gering wird, dass im wesentlichen nur noch eine Verdünnung des bereits übergegangenen Hydrolats erfolgt.


6. Anforderung an das gewonnene Hydrolat

Das Hydrolat muss unmittelbar nach der Destillation wasserklar sein. Auf der Oberfläche des Hydrolats muss ungelöstes ätherisches Öl aufschwimmen.

a) Gilt nicht für starkes Lavendelwasser: Dieses muss eine weiß-trübe, stabile Emulsion ätherischen Lavendelöls in Wasser sein.
        
b) Gilt nicht für Rosenwasser: Ein Aufschwimmen ätherischen Öls ist nicht erforderlich.


7. Weitere Verarbeitung des frisch gewonnenen Hydrolats

Ätherisches Öl wird separiert. Das frische Hydrolat wird durch einen Glassinterfiltertrichter fein filtriert. Starkes Lavendelwasser muss auch nach der Feinfiltration eine stabile, weiß-trübe Emulsion sein.

Nach der Filtration wird das Hydrolat mit reinem, 96%igen Ethanol (Weingeist) auf einen Alkoholgehalt von ca. 11,5 - 11,8 % G/G aufgesprittet.

Starkes Lavendelwasser wird nicht aufgesprittet, da es bereits im Destillationsprozeß mit der nötigen Menge Ethanol versehen wird.


8. Chargen und Lagerung

Jedem Destillationsergebnis wird eine Chargennummer zugeordnet. Die Lagerung nicht angebrochener Gebinde muss in vollen 1-Liter-Behältnissen aus Glas kühl und vor Licht geschützt erfolgen.


Info 04: Färben mit Krappwurzel

Färben mit Krappwurzel auf Baumwolle

Färben mit Pflanzenfarben, insbesondere bei Krappwurzel, ist immer eine zeitaufwendige Angelegenheit. Es existieren viele Rezepte, wie mit Krapp gefärbt werden soll.

Wir geben Ihnen hier eine Anleitung, die einer Originalvorschrift aus dem Jahre 1912 entnommen wurde, an die Hand.

Tragen Sie bitte bei allen Arbeiten Schutzhandschuhe!

Benötigte Materialien:
  • Krappwurzel, gemahlen (Art.-Nr. 1.004.004), Türkischrotöl (Art.-Nr. 1.004.010)    
  • Calciumcarbonat (Art.-Nr. 1.012.010)    
  • Soda (Art.-Nr. 1.013.012), Alaun (Art.-Nr. 1.012.016)
  • Essig (Art.-Nr. 1.003.032)
  • 500 Gramm Baumwolle
  • Weizenkleie

1. Tag: Beizung der Baumwolle mit Türkischrotöl und Vorbereitung des Färbesuds

a) Verrühren Sie in einem Eimer ein Teelöffel Soda mit einem Liter Wasser. Anschließend geben Sie 5 Milliliter Türkischrotöl zu und rühren Sie kräftig um, sodass sich eine Emulsion ergibt. Darin walken Sie die Baumwolle (500 Gramm) längere Zeit kräftig.

Anschließend lassen Sie die ölgebeizte Baumwolle einen Tag in der Sonne trocknen (Sonne ist wichtig, da die Fixierung der Ölbeize Wärme erfordert).

b) 300 Gramm gemahlene Krappwurzel mit 100 bis 200 Gramm Weizenkleie (fördert die Lebhaftigkeit der später erzielten Färbung) in einer ausreichend großen Menge kaltem, enthärteten, beziehungsweise kalkarmen Wasser, dem ein Schuss Essig zugefügt worden ist, über Nacht quellen lassen.


2. Tag: Beizung mit Alaun und Färben
  • a) Lösen Sie 80 (bis 100) Gramm Alaun in kaltem Wasser. Walken Sie die ölgebeizte Baumwolle darin kräftig durch und lassen Sie es dann noch drei Stunden ziehen. Anschließend das Garn auswringen.
  • b) Zur Fixierung der Alaun-Ölbeize müssen Sie nun das Garn in einer Aufschwemmung von Calciumcarbonat waschen. Hierzu geben Sie 50 Gramm Calciumcarbonat in einen Liter Wasser, erhitzen auf 50°C und ziehen Sie das Garn durch die Aufschwemmung.
    c) Nun waschen Sie das Garn bitte mehr als gut mit normalem Wasser aus. Jedes Gramm Alaun, welches beim Färben von der Faser heruntergewaschen wird, kann 8 bis 9 Gramm reinen Farbstoff zu einem Farblack binden, der für die Färbung verlorengeht!    
  • d) Den über Nacht stehen gelassenen Krappansatz auf 40°C erwärmen, 1 bis 2 Milliliter Türkischrotöl zugeben und das ausgewaschene, gebeizte Garn in die Flotte geben. Die Temperatur der Flotte darf nie über 55°C steigen, sonst findet die Zersetzung eines wertvollen Begleitfarbstoffs (Pseudopurpurin) statt. Optimalerweise färben Sie bei 40 bis 50°C. Während des Färbevorgangs muss die Flotte stets in Bewegung bleiben, also stetig rühren!
  • e) Nach spätestens zwei Stunden dürfte die Faser ausreichend stark durchfärbt sein.
  • f) Die Faser auswringen und in ein großes Sieb geben. Das Sieb samt des Garns in einen Topf, in dem der Topfboden mit etwas Wasser bedeckt ist, hängen oder stellen.

    Schließen Sie den Topf und erhitzen Sie, sodass sich im Inneren des Topfes Dampf entwickelt. Nun dämpfen Sie das Garn zwei Stunden lang. Achten Sie bitte darauf, dass der Topfboden nicht trocken wird, sonst kann es leicht zu Überhitzungen kommen.
  • g) Nach dem Dämpfen seifen Sie das Garn gründlich und waschen es warm aus.

Variationen

Sie können die Einsatzmenge an Krappwurzel und Weizenkleie natürlich variieren. Weizenkleie kann auch ganz weggelassen werden, die Farbe wird dann dunkler. Die Türkischrotölbeize kann ebenso weggelassen werden, jedoch nicht die Alaunbeize.

Verwenden Sie aber dann in der Färbeflotte wenigsten einen Zusatz von einem Milliliter Spülmittel, damit die Oberflächenspannung heruntergesetzt wird und dadurch das Färbegut besser von der Farblösung durchdrungen wird. Ebenso kann das Dämpfen weggelassen werden, die Farbe wird dann aber nicht voll entwickelt.


Färben mit Krappwurzel auf Wolle und Seide
Benötigte Materialien:    
  • Krappwurzel, gemahlen (Art.-Nr. 1.004.004)    
  • Alaun (Art.-Nr. 1.012.016)    
  • Weinstein (Art.-Nr. 1.012.002)   

Tragen Sie bitte bei allen Arbeiten Schutzhandschuhe!

  • Essig (Art.-Nr. 1.003.032)
  • 500 Gramm Wolle    
  • Weizenkleie

1. Tag: Vorbereitung des Färbesuds

a) 300 Gramm gemahlene Krappwurzel mit 100 bis 200 Gramm Weizenkleie (fördert die Lebhaftigkeit der später erzielten Färbung) in einer ausreichend großen Menge kaltem, enthärteten, beziehungsweise kalkarmen Wasser, dem ein Schuss Essig zugefügt worden ist, über Nacht quellen lassen.


2. Tag: Beizung der Wolle und Färben
  • a) Lösen Sie 80 (bis 100) Gramm Alaun und 30 Gramm Weinstein pro Liter kaltem Wasser. Sie benötigen so viel Wasser, dass die Wolle locker in der Beize schwimmt.

    Walken Sie die Wolle darin kräftig durch und kochen Sie sie dann in der Beize anderthalb Stunden durch.
  • b) Waschen Sie das gebeizte Garn bitte mehr als gut mit normalem Wasser aus. Jedes Gramm Alaun, das beim Färben von der Faser heruntergewaschen wird, kann acht bis neun Gramm reinen Farbstoff zu einem Farblack binden, der für die Färbung verlorengeht!
  • c) Den über Nacht stehen gelassenen Krappansatz auf 40°C erwärmen, ein bis zwei Milliliter Spülmittel (zur Reduzierung der Oberflächenspannung – fördert die bessere Durchdringung der Wolle mit Farblösung) zugeben und die ausgewaschene, gebeizte Wolle in die Flotte geben. Die Temperatur der Flotte darf nie über 55°C steigen, sonst findet die Zersetzung eines wertvollen Begleitfarbstoffs (Pseudopurpurin) statt. Optimalerweise färben Sie bei 40-50°C. Während des Färbevorgangs muss die Flotte stets in Bewegung bleiben, also stetig rühren!
  • d) Nach spätestens zwei Stunden dürfte die Faser ausreichend stark durchfärbt sein.
  • e) Die Wolle auswringen, seifen und warm auswaschen.

Variationen

Sie können die Einsatzmenge an Krappwurzel und Weizenkleie natürlich variieren. Weizenkleie kann auch ganz weggelassen werden, die Farbe wird dann dunkler.

Sind Sie bitte nicht enttäuscht, wenn Ihr erster Färbeversuch nicht das gewünschte Ergebnis bringt. Wir können Ihnen hier nur ein Beispiel angeben, wie das Färben mit Krapp durchgeführt werden kann. Leider gibt es gerade in der Pflanzenfärberei kein „Patentrezept“ und es kommt nicht von ungefähr, dass gute Färber in früheren Zeiten erst nach mehreren Jahren Meister ihres Faches waren. Wenn Sie jedoch die obigen Informationen als erste Grundlage verwenden, besitzen Sie zumindest bereits eine gute Startposition für die Krappfärberei.


3. Anforderungen an die Ausgangsstoffe
  • a) Bei Verwendung von frischen Pflanzenteilen
    Betrifft: Starkes Lavendelblütenwasser, Melissenwasser, Rosenwasser, Rosmarinwasser, Salbeiwasser, Ysopwasser.

    Nach Möglichkeit stammen die Pflanzen aus eigenen, ungespritzten Kulturen. Die geernteten Pflanzenteile müssen aus den oberen, frisch gewachsenen Bereichen der Pflanze stammen.

Sie müssen augenscheinlich frei von pilzlichen Erkrankungen sein, dürfen keinen Schädlingsbefall aufweisen und keine Anzeichen von Wassermangel zeigen.

  • b) Bei Verwendung getrockneter Pflanzenteile
    Betrifft: Holunderblütenwasser, Kamillenblütenwasser, Lavendelblütenwasser.
    Die getrockneten Blüten stammen ausschließlich von zuverlässigen, uns bekannten Lieferanten

4. Vorbereitung des Destillationsgutes bei Verwendung von frischen Pflanzenteilen           

Die frisch geernteten Pflanzenteile werden grob zerkleinert und anschließend sofort der Wasserdampfdestillation unterworfen.


5. Destillation
  • a) Destillationsverfahren
        Wasserdampfdestillation.       
  • b) Destillationsdurchführung
    Die vorgeschriebene Menge an Pflanzenteilen wird der Destillation unterworfen, bis qmaximal zehn Teile Destillat übergangen sind.
  • c) Qualitätskontrolle während des Destillationsvorganges
    Nach Übergang von sechs Teilen Destillat wird jeder weitere Teil geruchlich auf einen beginnenden malz-, bzw. heuartigen Beigeruch überprüft. Dieser Malz-, bzw. heuartige Beigeruch ist das Anzeichen, dass das Destillationsgut hinsichtlich des ätherischen Öls vollständig erschöpft ist und bereits eine thermische Zersetzung der pflanzlichen Gerüststoffe einsetzt.

    Beim ersten Anzeichen des Beigeruchs wird die Destillation abgebrochen und der letzte übergegangene Teil des Destillats verworfen. Allerdings wird spätestens nach 10 Teilen Destillat die Destillation beendet, da der Anteil des mit übergehenden ätherischen Öls dann so gering wird, dass im wesentlichen nur noch eine Verdünnung des bereits übergegangenen Hydrolats erfolgt.

6. Anforderung an das gewonnene Hydrolat

Das Hydrolat muss unmittelbar nach der Destillation wasserklar sein. Auf der Oberfläche des Hydrolats muss ungelöstes ätherisches Öl aufschwimmen.

  • a) Gilt nicht für starkes Lavendelwasser: Dieses muss eine weiß-trübe, stabile Emulsion ätherischen Lavendelöls in Wasser sein.
  • b) Gilt nicht für Rosenwasser: Ein Aufschwimmen ätherischen Öls ist nicht erforderlich.

7. Weitere Verarbeitung des frisch gewonnenen Hydrolats

Ätherisches Öl wird separiert. Das frische Hydrolat wird durch einen Glassinterfiltertrichter fein filtriert. Starkes Lavendelwasser muss auch nach der Feinfiltration eine stabile, weiß-trübe Emulsion sein. Nach der Filtration wird das Hydrolat mit reinem, 96prozentigen Ethanol (Weingeist) auf einen Alkoholgehalt von etwa 11,5 bis 11,8 Prozent G/G aufgesprittet.

Starkes Lavendelwasser wird nicht aufgesprittet, da es bereits im Destillationsprozeß mit der nötigen Menge Ethanol versehen wird.


8. Chargen und Lagerung

Jedem Destillationsergebnis wird eine Chargennummer zugeordnet. Die Lagerung nicht angebrochener Gebinde muss in vollen 1-Liter-Behältnissen aus Glas kühl und vor Licht geschützt erfolgen.


Info 05: Verwendung von Chromat als Beizmittel in der Pflanzenfärberei

Vielfach wird in der Literatur auf Chromat (Kaliumbichromat, Chromalaun) als Beizmittel in der Pflanzenfärberei verwiesen. Chromat ermöglicht besondere Farbvariationen, die mit Alaun- oder Eisenbeize nicht zu bewerkstelligen sind.

Wir raten im ökologischen und gesundheitlichen Sinne dringend von einer Chromatbeize ab!  

Chromat besitzt ein erhebliches wassergefährdendes Potential. Bei Bakterien und Kleinlebewesen führt Chromat in der Regel zu erheblichen Schädigungen oder zum Tode, aber auch auf andere Lebewesen wirkt Chromat erheblich gefährdend.

Chromat wird zudem kumuliert, sammelt sich also im Körper an und kann so über die Nahrungskette in den menschlichen Organismus gelangen und eventuell zu Spätfolgen führen.

Chromatabfälle sind Sondermüll und dürfen keinesfalls über das Abwasser entsorgt werden! Dies bedeutet, dass Sie Ihre Beizlösung, die Farblösung und das komplette Waschwasser der Sondermüllsammlung zuführen müssen.

Bei mehreren Litern dürfte das zu erheblichen Problemen führen. Zudem kann Chromat zu Kontaktallergien führen.


Einerseits ist es die Intention der Pflanzenfärberei, mit verträglichen Farbstoffen zu färben, auf der anderen Seite wird mit der Chromatbeize das Risiko einer Kontaktallergie verursacht. Beides widerspricht sich.

Info 06: Flüssiger Opodeldok – ein altbewährtes Einreibemittel

Flüssiger Opodeldok ist ein altbewährtes Einreibemittel bei Verspannungen, Verstauchungen, Muskelkater, das früher in keinem Haushalt fehlen durfte und bei größeren Wanderungen immer mitgeführt wurde.

Leider ist der Opodeldok völlig in Vergessenheit geraten, am durchaus ungewöhnlichen Namen wird es aber wohl nicht liegen.

Wir geben Ihnen nachstehend die Herstellungsvorschrift gemäß DAB 6 für Flüssiger Opodeldok (Spiritus saponato-camphoratus) wieder. Wir müssen Sie darauf hinweisen, dass Sie Ihren selbst gemischten Opodeldok nur für eigene Zwecke verwenden dürfen.

Die von uns gelieferten Grundstoffe sind keine Produkte im Sinne des Arzneimittelgesetzes.

Die in Klammern gesetzten Volumina wurden von uns anhand der Dichte errechnet, damit Sie die Mengen unter Zuhilfenahme einer Spritze aus der Apotheke leichter abmessen können.

Die Angabe "Teile" im Arzneibuch kann durch Gramm, aber nicht durch Milliliter, ersetzt werden.


Herstellungsvorschrift für Flüssiger Opodeldok (Spiritus saponato-camphoratus) gemäß DAB 6: Kampferspiritus 60 Teile (68 ml) [Art.-Nr. 1.010.004], Seifenspiritus 175 Teile (189 ml) [Art.-Nr. 1.010.008], Ammoniakflüssigkeit 12 Teile (Salmiakgeist 10%ig 13 ml), Thymianöl 1 Teil (1,1 ml) [Art.-Nr. 1.006.017], Rosmarinöl 2 Teile (2,2 ml) [Art.-Nr. 1.006.008]. Die Zutaten werden gemischt; die Mischung wird nach 24 Stunden filtriert. Flüssiger Opodeldok ist klar und gelb.

Info 07: Stinkendes Tieröl als Schutz gegen Wildverbiß

Stinkendes Tieröl (Oleum animale foetidum crudum) wird aus den Hufen und Klauen von Hammeln, Rindern und anderem Schlachtvieh gewonnen und weist einen eigenartigen, durchdringenden Geruch auf, der von Tieren gescheut wird. Es ist sehr intensiv und daher sehr ergiebig.

Zum Schutz gegen Wildverbiß bei jungen Sträuchern und Bäumen werden traditionell Büschel frisch geschorener, ungewaschener Schafwolle in die Pflanzen gehängt.

Der anhaftende Schafgeruch hindert Tiere zumeist daran, Teile der jungen Pflanze zu fressen.

Noch besser wirkt stinkendes Tieröl (Art.-Nr. 1.011.004). Das Stämmchen der Jungpflanze kann entweder direkt teilweise und dünn damit bestrichen werden (es genügen wenige benetzte Regionen auf dem Stämmchen) oder damit benetzte Stoffstreifen werden in die Pflanze gehängt.

Das Tieröl besitzt einen auf Tiere abstoßend wirkenden Geruch und hindert sie damit am Verbiß der Pflanze.


Aufgrund des intensiven Geruchs des Tieröls empfehlen wir eine Anwendung nur auf freien Flächen, jedoch nicht im Hausgarten. Tragen Sie bitte beim Hantieren mit Tieröl Schutzhandschuhe und alte Kleidung, der Geruch des Tieröls ist anhaftend sowohl auf der Haut als auch auf der Kleidung.

Info 08: Paraffinöl als Imprägnierung von Küchenarbeitsbrettern

Küchenarbeitsbretter werden oftmals mit Speiseölen eingestrichen, um sie Wasser abweisend zu imprägnieren.

Ein wesentlicher Nachteil der Verwendung von Speiseölen ist jedoch, dass diese durch die große Oberfläche des Arbeitsbrettes und dem damit verbundenen permanenten Kontakt mit Sauerstoff nach gewisser Zeit ranzig werden und dann einen ungewünschten Beigeruch und -geschmack erhalten.

Dieser kann sich bei Verwendung des Brettes auf die darauf liegenden Speisen übertragen.

Daher eignet sich hochgereinigtes dickflüssiges Paraffinöl (Paraffinum subliquidum, Art.-nr. 1.011.002) in Arzneibuchqualität besser zum Imprägnieren der Arbeitsbretter.

Keinesfalls darf billiges, technisches, Paraffinöl verwendet werden.

Dickflüssiges Paraffinöl in Arzneibuchqualität ist frei von schädlichen Begleitstoffen. Paraffinöl ist völlig geschmacksneutral und kann aufgrund seiner chemischen Eigenschaft nicht ranzig werden.


Noch ein Hinweis zur Verwendung von Kunststoffschneidebrettern:

Vielfach werden statt Holzbrettern Kunststoff“bretter“ in der Küche verwendet, in der Annahme, diese seien hygienischer. Neuesten Untersuchungen zur Folge ist dies keineswegs so. Der Vorteil der (unimprägnierten) Holzbretter liegt darin, dass Feuchtigkeit sehr schnell in das Innere des Brettes gezogen und damit Bakterien auf der Oberfläche des Brettes das lebensnotwendig benötigte Wasser entzogen wird. Zudem enthält Holz natürliche bakterien- und pilzhemmende Stoffe. Kunststoffbretter hingegen besitzen diese Eigenschaft nicht.

Die Oberfläche des Kunststoffbrettes ist, insbesondere nach längerem Gebrauch, uneben und besitzt mikroskopisch kleine Vertiefungen. In diesen Vertiefungen setzen sich Zucker- Stärke- und Wassermoleküle fest, die selbst nach dem Abwaschen mit Spülmittel und Abtrocknen nicht vollständig entfernt werden. Da der Kunststoff die Feuchtigkeit nicht in das Innere saugen kann und auch keine natürlichen bakterien- und pilzhemmenden Stoffe enthält, können sich in diesen mikroskopisch kleinen Vertiefungen Bakterien- und Pilzkulturen festsetzen. Allerdings sollte dies alles nicht zu hoch bewertet werden.


Info 09: Herstellung von Ölauszügen aus Ringelblumen oder Johanniskraut

Ringelblumenöl und Johanniskrautöl sind, vor allem in Bayern, traditionelle Hausmittel gegen mancherlei Leiden und werden meist zuhause hergestellt. Über die Wirksamkeit und die möglichen Anwendungsgebiete existieren zum Teil widersprüchliche Meinungen, daher wollen wir darauf nicht eingehen.

Ebenso existieren viele Rezepturvorschläge. Manche überlieferten Rezepturen verwenden zu wenig Pflanzenmaterial, sodass der Ölauszug den Namen „Auszug“ eigentlich gar nicht verdient. Manche Rezepturen schreiben so viel Pflanzenmaterial vor, dass das Öl gar nicht das Pflanzenmaterial erschöpfend extrahieren kann.

Auch über das zu verwendende Öl gibt es unterschiedlichste Ansichten. Wir empfehlen Olivenöl hoher Qualität (Art.-Nr. 1.011.008), da sich dieses in Anbetracht der zu verwendenden Menge im Vergleich zu anderen hochwertigen Ölen (Avokadoöl und viele mehr) preislich in einem vertretbaren Rahmen bewegt. Erdnussöl können wir nicht empfehlen, da einige Menschen über eine Erdnussallergie verfügen.

Um das Öl vor Ranzigwerden zu schützen (Olivenöl neigt ohnehin nicht zum schnellen Ranzigwerden), kann D-_-Tocopherol (Vitamin E, Art.-Nr. 1.012.022) zu 0,02% (Gewichts-%) zugesetzt werden. Hierzu gehen Sie wie folgt vor: Vermengen Sie 100 Gramm (genau: 99,979 Gramm) Öl mit 0,021 Millilitern Vitamin E (mit einer Insulinspritze aus der Apotheke kann man 0,02 Milliliter dosieren; 0,021 Millil G/G iter entspricht dem anhand der Dichte des Vitamin E errechneten Volumens von 0,02 Gramm bei 20°C).

Die meisten traditionellen Rezepturen schreiben die Verwendung von frischen Ringelblumenblüten und frischem Johanniskraut vor. Wir empfehlen dies nicht, da das frische Pflanzenmaterial zu viel Feuchtigkeit enthält. Die Feuchtigkeit kann im Öl kleinste Wassertröpfchen bilden, was das Verderben des Öls erheblich beschleunigt.

Daher sollte das Pflanzenmaterial mindestens einen Tag angetrocknet werden, besser noch eine Woche vollständig getrocknet werden. Behutsam getrocknete Pflanzen, d.h. luftig im Schatten dünn ausgelegt, behalten weitestgehend ihre Wirkstoffe.


Wir können Ihnen folgende einfache Rezepturen empfehlen:
Ringelblumenöl

14 Gramm von einen Tag angetrockneten Ringelblumenblüten werden mit 86 Gramm Öl (evtl. mit 0,02% Vitamin-E-Zusatz) übergossen oder 7 Gramm getrocknete Ringelblumenblüten werden mit 93 Gramm Öl (evtl. mit 0,02% Vitamin-E-Zusatz) übergossen und drei Wochen in einem mit Gaze bedecktem Gefäß in der Wärme vor Licht geschützt stehen gelassen. Täglich umrühren. Daraufhin wird durch ein Seihtuch ausgepresst und durch einen Kaffeefilter filtriert.

Bei Verwendung von angetrocknetem Pflanzenmaterial muss das Öl nach dem Filtrieren noch einige Tage in einem offenen, mit Gaze bedecktem Gefäß an einem sehr warmen Ort gelagert werden, damit sichergestellt ist, dass das Öl vollkommen wasserfrei ist. Keinesfalls dürfen sich am Gefäßboden auch nur kleinste Wassertropfen absetzen, es bildet sich sonst in kürzester Zeit Schimmel!

Johanniskrautöl  

20 Gramm von einen Tag angetrocknetem Johanniskraut werden mit 200 Gramm Öl (eventuell mit 0,02% Vitamin-E-Zusatz) übergossen oder 10 Gramm getrocknetes Johanniskraut werden mit 200 Gramm Öl (eventuell mit 0,02% Vitamin-E-Zusatz) übergossen und drei Wochen in einem mit Gaze bedecktem Gefäß in der Wärme vor Licht geschützt stehen gelassen. Täglich umrühren. Daraufhin wird durch ein Seihtuch ausgepresst und durch einen Kaffeefilter filtriert.

Bei Verwendung von angetrocknetem Pflanzenmaterial muss das Öl nach dem Filtrieren noch einige Tage in einem offenen, mit Gaze bedeckten Gefäß an einem sehr warmen Ort gelagert werden, damit sichergestellt ist, dass das Öl vollkommen wasserfrei ist. Keinesfalls dürfen sich am Gefäßboden auch nur kleinste Wassertropfen absetzen, es bildet sich sonst in kürzester Zeit Schimmel!


Die hier angegebenen Rezepturbeispiele dienen zur einfachen Durchführung zu Hause und entsprechen nicht den offiziellen Monographien der Arzneibücher. Sollte Ihnen der Herstellungsaufwand zu groß sein, so können Sie auch die fertigen Ölauszüge bei uns bestellen.

Info 10: Umrechnung von Ethanol-Wassergemischen in Dichte, Gewichts-% und Volumen-%

Bei der Herstellung von verdünnten Ethanollösungen (Weingeistlösungen), beispielsweise zur Herstellung von Likören und Ansatzschnäpsen, ist eine Umrechnungstabelle hilfreich.

Denn: Weingeist besitzt einen Alkoholgehalt von 96Vol.-%, dies bedeutet, dass zum Beispiel 50%iger Alkohol nicht durch einfache Verdünnung von 100 Millilitern Weingeist mit 100 Millilitern Wasser hergestellt werden kann. Auch bei der Errechnung des Alkoholgehalts anhand eines Dichtemessgeräts („Alkoholometer“) ist eine Umrechnungstabelle hilfreich.


Dichte (g/ml; 20°C) Gew.% Ethanol Vol.% Ethanol Dichte (g/ml; 20°C) Gew.%
 Ethanol
Vol.% Ethanol Dichte (g/ml; 20°C) Gew.% Ethanol Vol.% Ethanol
1,000 0,0 0,0 0,947 35,0 41,9 0,872 69,0 76,0
0,998 1,0 1,3 0,945 36,0 43,0 0,869 70,0 76,9
0,996 2,0 2,5 0,943 37,0 44,1 0,867 71,0 77,8
0,995 3,0 3,8 0,941 38,0 45,2 0,864 72,0 78,6
0,993 4,0 5,0 0,939 39,0 46,3 0,862 73,0 79,5
0,991 5,0 6,2 0,937 40,0 47,4 0,860 74,0 80,4
0,990 6,0 7,5 0,935 41,0 48,4 0,857 75,0 81,2
0,988 7,0 8,7 0,933 42,0 49,5 0,855 76,0 82,1
0,987 8,0 10,0 0,931 43,0 50,6 0,852 77,0 83,0
0,985 9,0 11,2 0,930 44,0 51,6 0,850 78,0 83,8
0,984 10,0 12,4 0,926 45,0 52,6 0,847 79,0 84,6
0,982 11,0 13,6 0,924 46,0 53,7 0,845 80,0 85,4
0,981 12,0 14,8 0,922 47,0 54,7 0,843 81,0 86,2
0,980 13,0 16,1 0,920 48,0 55,8 0,840 82,0 87,1
0,978 14,0 17,3 0,918 49,0 56,8 0,838 83,0 87,9
0,977 15,0 18,5 0,916 50,0 57,8 0,835 84,0 88,7
0,976 16,0 19,7 0,913 51,0 58,8 0,832 85,0 89,5
0,974 17,0 20,9 0,911 52,0 59,8 0,830 86,0 90,2
0,973 18,0 22,1 0,909 53,0 60,8 0,827 87,0 91,0
0,972 19,0 23,3 0,907 54,0 61,8 0,825 88,0 91,8
0,970 20,0 24,5 0,904 55,0 62,8 0,822 89,0 92,5
0,969 21,0 25,7 0,902 56,0 63,8 0,819 90,0 93,2
0,968 22,0 26,9 0,900 57,0 64,8 0,817 91,0 94,0
0,966 23,0 28,1 0,900 58,0 65,8 0,814 92,0 94,7
0,965 24,0 29,2 0,895 59,0 66,8 0,811 93,0 95,4
0,963 25,0 30,4 0,893 60,0 67,7 0,810 94,0 96,1
0,962 26,0 31,6 0,890 61,0 68,6 0,810 95,0 96,7
0,960 27,0 32,7 0,888 62,0 69,6 0,803 96,0 97,4
0,959 28,0 33,9 0,886 63,0 70,5 0,800 97,0 98,1
0,957 29,0 35,1 0,883 64,0 71,5 0,797 98,0 98,7
0,955 30,0 36,2 0,881 65,0 72,4 0,794 99,0 99,3
0,954 31,0 37,4 0,879 66,0 73,3 0,791 100,0 100,0
0,952 32,0 38,5 0,877 67,0 74,2      
0,950 33,0 39,6 0,874 68,0 75,1      
0,949 34,0 40,7            
Beispiel:

Sie wollen 96%igen Weingeist auf 50% verdünnen. Gehen Sie anhand der Tabelle wie folgt vor: 96 Vol.-% Alkohol entspricht annähernd 94 Gew.-% Alkohol, also 100 Gramm Weingeist enthalten 94 Gramm Ethanol. 50 Vol.-% Alkohol entspricht annähernd 42 Gew.-% Alkohol, also 100 Gramm Verdünnung enthalten 42 Gramm Ethanol. Um das wievielfache muss nun der 96%ige Weingeist verdünnt werden, damit 100 Gramm Verdünnung nicht mehr 94 Gramm Ethanol, sondern nur noch 42 Gramm Ethanol enthalten? Teilen Sie 94 durch 42, ergibt 2,24.